Deutschland WM 2026 Qualifikation - Nagelsmann setzt auf Wirtz und Musiala im 4-2-3-1 System

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Nach dem 2:1 gegen die Niederlande am Montag scheint Nagelsmann sein System für die WM 2026 Qualifikation gefunden zu haben. Das 4-2-3-1 mit Wirtz und Musiala hinter Kane funktioniert deutlich besser als die 3-5-2 Experimente vom letzten Jahr.

Die Aufstellung gegen Holland:

  • Neuer im Tor (keine Überraschung)
  • Kimmich und Raum als Außenverteidiger
  • Tah und Rüdiger in der Innenverteidigung
  • Andrich und Groß als Doppel-Sechs
  • Wirtz zentral, Musiala links, Gnabry rechts
  • Kane als einzige Spitze

Besonders Wirtz hat in den 73 Minuten gezeigt, warum er der Schlüsselspieler für 2026 werden könnte. Seine Passquote von 91% und 3 Torschüsse sprechen eine klare Sprache.

Qualifikationsgruppe noch nicht ausgelost

Die Auslosung für die WM 2026 Qualifikation findet erst am 13. Dezember in Zürich statt. Deutschland ist als Topf 1 Team gesetzt, aber die möglichen Gegner aus Topf 2 (Italien, England, Türkei) könnten durchaus schwierig werden.

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Wirtz und Musiala zusammen ist schon stark, aber gegen bessere Gegner als Holland braucht es mehr Stabilität. Andrich und Groß sind defensiv solide, aber kreativ fehlt da was. Gegen Italien oder England reicht das 4-2-3-1 nicht, wenn die beiden Sechser nur absichern.

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Sehe das anders. Das System gegen Holland war das beste, was ich von der Nationalmannschaft seit der EM 2021 gesehen habe. Wirtz hat in 73 Minuten mehr kreiert als Müller in den letzten 10 Länderspielen zusammen.

Das Problem war früher nicht das System, sondern dass Löw und dann Flick zu starr waren. Nagelsmann passt sich dem Gegner an - gegen defensive Teams spielt er Wirtz zentraler, gegen offensive Teams lässt er ihn mehr nach rechts driften. Gegen Italien im März werden wir sehen, ob es auch gegen Topgegner funktioniert.

Die Qualifikation wird sowieso entspannt. Selbst wenn wir Italien oder England in der Gruppe haben, sind die anderen Gegner aus Topf 3 und 4 machbar. Nur nicht wieder so eine Blamage wie gegen Nordmazedonien 2021.

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Musiala links funktioniert, aber nur wenn Raum dahinter läuft. Gegen Holland hatte er 4 Sprints in die Tiefe, das entlastet Musiala enorm. Bei der EM hat Mittelstädt das nicht so gut gemacht.

Was mich stört: Gnabry rechts bringt zu wenig. 0 Torschüsse gegen Holland, nur 2 erfolgreiche Dribblings. Da sollte Nagelsmann eher Sané oder sogar Beier probieren. Beier hat bei Hoffenheim gezeigt, dass er auch von rechts kommen kann.

Für die WM 2026 haben wir noch 18 Monate Zeit. Bis dahin müssen Wirtz und Musiala ihre Konstanz beweisen. Ein gutes Spiel gegen Holland reicht nicht, wenn sie dann gegen Frankreich oder Brasilien wieder abtauchen wie bei der EM.

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Das 4-2-3-1 ist schön und gut, aber Kane als einzige Spitze macht uns berechenbar. Gegen Holland hat es funktioniert, weil die hoch standen. Aber schaut euch mal die Statistik an: Kane hatte nur 23 Ballkontakte in 90 Minuten. Das ist viel zu wenig für einen Stürmer seiner Klasse.

Ich würde eher ein 4-4-2 mit Kane und Havertz probieren. Havertz kann aus der zweiten Reihe kommen, Kane bleibt im Strafraum. So haben wir mehr Präsenz im gegnerischen Sechzehner. Gegen Italien oder Spanien, die gerne mit einer Dreierkette verteidigen, wäre das effektiver.

Außerdem: Warum spielt Schlotterbeck nicht? Der war bei Dortmund vor seiner Verletzung konstant stark. Tah macht zu viele individuelle Fehler für einen WM-Innenverteidiger. Sein Fehlpass in der 34. Minute gegen Holland hätte fast das 1:1 bedeutet.

Die Qualifikation wird trotzdem kein Problem. Deutschland hat seit 1998 keine WM-Qualifikation verpasst. Selbst mit dem schwächsten Kader der letzten 20 Jahre schaffen wir das locker. Die Frage ist, was bei der WM selbst passiert. Da reicht es nicht, nur gegen europäische Teams gut auszusehen.

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Kane mit 23 Ballkontakten ist kein Problem, sondern Taktik. Er bindet zwei Innenverteidiger, dadurch haben Wirtz und Musiala mehr Raum. Genau so hat es Nagelsmann geplant.

Das Problem liegt woanders: Unsere Defensive ist immer noch anfällig gegen schnelle Konter. Tah und Rüdiger sind beide nicht die schnellsten, und wenn Kimmich zu hoch steht, haben wir ein Riesen-Loch auf rechts. Gegen Mbappé oder Vinícius wird das bitter.

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Bin skeptisch bei der ganzen Euphorie. Ja, gegen Holland sah es gut aus, aber das war ein Holland ohne van Dijk und mit einem völlig überforderten Bergwijn rechts. Die haben uns praktisch eingeladen.

Hab mir letzte Woche das Spiel nochmal angeschaut und dabei auf die Laufwege geachtet. Wirtz läuft viel, aber oft in die falschen Räume. In der 56. Minute stand er fast auf der Außenbahn links, während Musiala zentral war. Da stimmt die Abstimmung noch nicht.

Bei Bayer Leverkusen funktioniert Wirtz so gut, weil Xhaka hinter ihm die Bälle verteilt und Boniface die Tiefe anbietet. Bei Deutschland macht Groß nicht die gleichen Pässe wie Xhaka, und Kane ist ein anderer Stürmertyp als Boniface. Das System muss noch reifen.

Trotzdem: Für die Qualifikation reicht es allemal. Wir sind nicht mehr die Turniermannschaft von 2014, aber immer noch zu stark für 90% der europäischen Teams. Das eigentliche Problem kommt erst bei der WM, wenn wir auf Argentinien oder Brasilien treffen. Da braucht es mehr als schöne Kombinationen gegen müde Holländer.

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@frankfurt-knecht Du hast den entscheidenden Punkt erwähnt - Wirtz' Laufwege. Hab mir das Holland-Spiel auch nochmal angeschaut und dabei speziell auf seine Positionierung geachtet. Er driftet viel zu oft nach links ab, obwohl Musiala da schon seine Bahnen zieht. Das führt zu Überschneidungen im letzten Drittel.

Das eigentliche Problem ist aber, dass Nagelsmann keine Alternative zum 4-2-3-1 hat. Gegen tiefstehende Teams wie Italien oder Kroatien brauchen wir mehr zentrale Präsenz. Kane alleine reicht nicht, wenn er nur 23 Ballkontakte hat. Havertz als zweiter Stürmer würde mehr Bewegung in die Box bringen.

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@schwaben-felix Die Überschneidungen im linken Halbraum sind tatsächlich ein Problem, aber ich sehe das anders. Hab mir die Heatmaps vom Holland-Spiel angeschaut - Wirtz hat 73% seiner Ballkontakte zwischen der 18er-Linie und der Mittellinie gehabt, Musiala dagegen nur 41% in derselben Zone. Das zeigt mir, dass Wirtz zu defensiv agiert.

Das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach, dass Nagelsmann die beiden noch nicht richtig justiert hat. Gegen Italien im März war das Verhältnis ausgeglichener - da hatte Wirtz mehr Freiheiten im Zentrum und Musiala konnte öfter nach innen ziehen. Wenn wir so gegen Frankreich spielen, wird das schwierig.

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@ruhrpott-frankfurt Die 73% vs 41% Ballkontakte sind aber nur die halbe Wahrheit. Hab mir das Spiel am Sonntag nochmal mit Tactical Cam angeschaut und dabei auf die kritischen Momente geachtet. In der 34. Minute, als Wirtz den Ball im linken Halbraum bekommt und Musiala gleichzeitig von links nach innen zieht, stehen beide praktisch auf derselben Linie. Das Ergebnis: Wirtz muss den Ball zurück zu Kimmich spielen, obwohl er freie Bahn nach vorne gehabt hätte.

Das Problem ist nicht die Häufigkeit der Ballkontakte, sondern das Timing. Gegen Teams wie Spanien oder Frankreich wird uns diese halbe Sekunde Verzögerung das Genick brechen. Nagelsmann muss da klare Laufwege vorgeben - entweder Wirtz bleibt zentral oder Musiala bekommt den linken Halbraum exklusiv zugewiesen.