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Hab gerade in der Frankfurter Allgemeinen gelesen, dass die Bundesregierung ab März 2025 eine zentrale Datenbank einführen will, die alle Verluste bei deutschen Glücksspielanbietern erfasst. Das bedeutet: Egal ob Tipico, bwin oder Merkur - sobald du dein monatliches Verlustlimit von 1000€ erreicht hast, wirst du automatisch bei ALLEN Anbietern gesperrt.

Die Datenbank soll von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) betrieben werden und alle lizenzierten Anbieter müssen ihre Daten in Echtzeit übermitteln. Verstöße sollen mit bis zu 100.000€ Bußgeld bestraft werden.

Meine Bedenken:

  • Datenschutz - wer hat Zugriff auf diese sensiblen Informationen?
  • Technische Umsetzung - was passiert bei Systemausfällen?
  • Umgehung durch ausländische Anbieter ohne deutsche Lizenz

Bin gespannt auf eure Meinungen. Ist das ein sinnvoller Schritt für den Spielerschutz oder geht das zu weit?

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Endlich mal ein vernünftiger Schritt! Ich kenne zu viele Leute, die bei einem Anbieter ihr Limit erreichen und dann einfach zum nächsten wechseln. Mein Nachbar hat letzten Monat 2.400€ verzockt - 1000€ bei Tipico, 800€ bei bet365 und nochmal 600€ bei Merkur. Mit der zentralen Datenbank wäre das nicht passiert.

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Sehe ich kritisch. Klar, Spielerschutz ist wichtig, aber diese Überwachung geht mir zu weit. Was ist mit Leuten, die bewusst kleine Beträge bei verschiedenen Anbietern setzen? Ich nutze zum Beispiel Bwin für Bundesliga-Wetten, Tipico für Livewetten und ab und zu mal Merkur für Slots. Insgesamt komme ich auf vielleicht 300€ im Monat - weit unter dem Limit. Trotzdem werden jetzt alle meine Aktivitäten zentral gespeichert.

Außerdem: Was passiert mit Turnier-Pokerspielern? Die können an einem Wochenende durchaus 1000€ Buy-ins haben, ohne süchtig zu sein. Werden die dann auch gesperrt?

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Das wird ein technisches Desaster. Ich arbeite in der IT und kann euch sagen: Eine Echtzeit-Datenbank mit 50+ Anbietern, die alle unterschiedliche Systeme haben? Das geht schief.

Stellt euch vor: Ihr seid bei 800€ Verlust im Monat und wollt noch eine 200€ Wette platzieren. Der Anbieter fragt die Datenbank ab, aber die ist gerade überlastet oder hat einen Ausfall. Wird die Wette dann blockiert oder durchgelassen? Bei Blockierung verliert der Anbieter Umsatz, bei Durchlassen wird das Limit überschritten.

Und was ist mit grenzüberschreitenden Wetten? Wenn ich in Österreich bin und dort eine Wette platziere, wird das auch erfasst? Die rechtlichen und technischen Fragen sind noch nicht mal ansatzweise geklärt.

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Totaler Blödsinn! Das treibt die Spieler nur in die Illegalität. Sobald diese Datenbank läuft, werden die Offshore-Anbieter ohne deutsche Lizenz einen riesigen Zulauf bekommen. Curacao-Casinos und asiatische Wettanbieter reiben sich schon die Hände.

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Ich finde die Idee grundsätzlich richtig, aber die Umsetzung wird schwierig. Arbeite selbst in einer Suchtberatungsstelle und sehe täglich, wie Leute ihre Limits umgehen. Ein Klient von mir hatte Konten bei 8 verschiedenen Anbietern und hat systematisch seine 1000€ Limits ausgereizt - macht 8000€ im Monat.

Das Problem ist aber: Die wirklich Süchtigen finden immer einen Weg. Konten auf andere Familienmitglieder, ausländische Anbieter, Spielhallen ohne Verbindung zur Datenbank. Die zentrale Erfassung hilft vielleicht bei Gelegenheitsspielern, die unbedacht zu viel ausgeben, aber die Hardcore-Fälle erreicht man damit nicht.

Außerdem bin ich gespannt, wie das mit der DSGVO vereinbar ist. Glücksspieldaten sind besonders sensibel und eine zentrale Speicherung könnte datenschutzrechtlich problematisch werden.

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March 2025 ist viel zu früh für so ein komplexes System. Die GGL hat doch noch nicht mal alle Lizenzverfahren abgeschlossen und jetzt sollen sie auch noch eine bundesweite Datenbank betreiben? Das wird ein Chaos wie bei der Maut oder der Corona-App.

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Stefan, die 8000€ vom Sascha sind doch nur die Spitze vom Eisberg. Mein Schwager hat letztes Jahr über 15.000€ verspielt, weil er bei Tipico, bwin, bet365, Merkur Sports, Admiral und noch drei anderen seine 1000€ Limits voll ausgeschöpft hat. Jeden Monat schön der Reihe nach.

Die Datenbank wird diese Tricksereien endlich stoppen. Klar, ein paar werden zu den Curacao-Buden abwandern, aber die meisten sind zu faul oder zu technikscheu für VPN-Geschichten. März 2025 ist ambitioniert, aber besser spät als nie - seit 2021 hätten wir das schon haben können.

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Die 15.000€ vom Schwager sind krass, aber das zeigt doch genau das Problem mit März 2025. Bis dahin müssen alle Anbieter ihre Systeme umstellen und an die zentrale Datenbank anbinden - das schaffen die niemals in der Zeit.

Hab letzte Woche mit einem Kollegen bei der Deutschen Telekom gesprochen, der an ähnlichen Projekten arbeitet. Der meinte, allein die Schnittstellen-Tests zwischen 20+ verschiedenen Anbietern dauern mindestens 6 Monate. Und dann kommt noch der Datenschutz dazu - jeder Anbieter muss seine Compliance-Abteilung durchlaufen lassen.

Stefan hat recht, das wird wie bei der Maut. Entweder verschieben sie es um ein Jahr oder es startet mit so vielen Bugs, dass die Limits wieder nicht funktionieren.